Präha Gruppe: Wir bilden aus in Therapie, Rehabilitation, Prävention, Wellness, Fitness, Beauty
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Präha Gruppe: Ausbildung und Fortbildung in Therapie, Rehabilitation, Prävention, Wellness, Fitness

 

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"Durch Bewegung in Bewegung"

Eine deutsch-südafrikanische Jugendbegegnung
zwischen der Weber-Schule, Düsseldorf
und der Sitintile Senior Secondary High School, Mpumalanga Province

1.-18. August 2009

Weber-Schule
Weber-Schule

Berufsfachschule für Gymnastik
Fachschule für Motopädie
Fachschule für Tanzpädagogik

Übersicht
Tagespläne und Programm
Bilder der Jugendbegegnung
Reflexionen der Schülerinnen
Videobeiträge & Presse

 

Reflexionen der Schülerinnen

 
Corinna C.
Abstand

Learning by doing
"Nur wer einen Samen sät kann wachsen"

Nach einer langen Reise kamen wir endlich in Südafrika an. Jedoch wurde mir dies erst ein paar Tage später bewusst, als wir vor einer Klasse der Sitintile Schule standen und die Schüler/innen uns zur Begrüßung ihre Nationalhymne sangen……..
Mitten in Südafrika in einer fremden Klasse, die uns mit offenen Augen, Ohren, Armen und vor allem mit offenen Herzen begrüßten. Der Gesang löste in mir eine Wärme aus, die ich jetzt nicht niederschreibe kann, da mir dazu die Worte fehlen. Doch irgendwie fühlte ich mich aufgenommen, akzeptiert, respektiert und vor allem als ein Teil von Ihnen. Schon an unserem zweiten Schulbesuch fingen wir an zu unterrichten und zunächst muss ich auch sagen, es hat sich jeder der Herausforderung gestellt. Bei meinem Unterricht habe ich besonderes gemerkt, dass die Schüler/innen mir durch ihre herzliche Offenheit die zuerst anstehende Angst genommen haben. Beim Unterricht selber ist mir aufgefallen, dass die Schüler/innen hoch konzentriert waren und somit alles super schnell gelernt haben. Mir persönlich hat der Unterricht sehr viel Spaß gemacht und ich war sehr traurig als es zum Ende hin ging. Wir durften auch die Lebensverhältnisse der Schüler/innen in unser Blickfeld einbeziehen. Ich bin noch nie in meinem Leben emotional so ergriffen gewesen wie dort, auf das "Zuhause" einer Schülerin. Jedoch muss ich dazu sagen, so tief wie ich an diesem Tag in Afrika auch gefallen bin, konnte ich mit einem großen Reichtum an Erfahrung wieder aufstehen und es in meinem Herzen mit nach Deutschland nehmen. Das Verhältnis zum Essen, Trinken im Allgemeinen zu unserem "Überflüssigen Luxusleben" betrachte ich nun viel differenzierter. Zudem habe ich gelernt meine Chancen die mir im Leben vor die "Füße" gelegt werden zu nutzen, denn das man eine Chance im Leben bekommt ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich.

Bevor ich nach Afrika flog, dachte ich, dass man einem Menschen ansieht ob er "arm" oder "reich" ist, ich wurde eines Besseren belehrt.

Die ärmsten Menschen würden alles was sie noch besitzen mit dir teilen, sie tun alles und schaffen es auch nach außen hin ganz normal auszusehen, ohne Flecken, ohne Löcher oder sonstiges an ihrer Kleidung und sie schaffen es dir in jeder Sekunde in der du in ihre Augen schaust ein Lächeln auf deine Lippen zu zaubern.

 
Farina F.
Als die Reise begann, war ich zuerst sehr skeptisch.
Ich wusste nicht, ob ich der Situation gewachsen bin und war doch voller Vorfreude.
Die Zeit in Südafrika war für mich eine ganz besondere Erfahrung und es fällt mir schwer, die Eindrücke einem Außenstehenden zu beschreiben.
Obwohl ich zuvor schon viel gereist bin, ist Südafrika mit nichts anderem vergleichbar.
Ich bin sehr froh darüber, das Land und zusätzlich die Menschen dort kennen gelernt zu haben, weil man so auch von den Einwohnern dieses Landes Geschichten erzählt bekommt und lernt das Land auch aus ihren Augen zu sehen.
Die Unterrichtsmethoden in Südafrika wahren sehr hilfreich.
Als zukünftige Lehrerin habe ich mich so auf eine neue Situation einstellen müssen und habe andere Unterrichtsmethoden kennen gelernt.
Das prägendste Ereignis war für mich der Besuch im Township von Kanyamazane.
Zu sehen, wie ein 14-jähriger Junge ein Leben in Armut und ohne Eltern führte und trotzdem stolz auf das war, was er besitzt, war unglaublich.
Was mich sehr traurig gestimmt hat, war, dass dieser junge Mann überaus intelligent war. Dieses zeigte sich an seinen Auszeichnungen die ihn als Jahres- und Mathematik Besten bezeichneten.
Jedoch war allen bewusst, dass er trotzdem keine Chance besaß zu studieren oder seine Qualifikationen entsprechend einzusetzen.
 
Nadine F.

Die Reise nach Südafrika war für mich eine wichtige Lebenserfahrung, an die ich täglich gerne zurückdenke und die ich so schnell nicht vergessen werde!
Ich bin sehr dankbar und glücklich Teil dieses Projektes gewesen zu sein und das ich dort so viele wundervolle, aber auch Dinge, die einen nachdenklich und traurig machen, erleben durfte!

Natürlich haben viele Dinge, die wir dort erlebt und gesehen haben, mich auch nachdenklich gemacht. Wenn man bedenkt, aus welchen Verhältnissen viele Kinder kommen, macht es einen traurig zu wissen, dass ihr Weg nach oben sehr steinig und schwer sein wird! Dinge, die für uns selbstverständlich sind (wie z.B. Schulbildung) sind für die Kinder dieser High School etwas besonderes. Und obwohl sie ihre Chancen oft besser nutzen als wir es vielleicht tun würden, ist ihr Ziel aus dem Township heraus zu kommen noch sehr weit weg!
Ich denke da an einen 14 jährigen Jungen, der alleine mit seinem Bruder in einer Hütte lebt und diesen und sich selbst eigenständig mit Gemüse aus dem Garten und Spenden aus seiner Arbeit, die er bis spät nachts ausführt erhält, ernährt!
Neben der Gärtnerei, seinem Job und der Sorge um den kleineren Bruder, geht der Junge noch zur Schule und ist in vielen Fächern Klassenbester!
Und doch sind seine Chancen aus der Armut heraus zu kommen sehr gering.
Es gibt einem auch zu denken, dass in unserer Gesellschaft täglich Essen weg geworfen wird, wo es doch Menschen gibt, die über unseren "Müll" froh und dankbar wären!

 
Gina I.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich sehr, sehr glücklich bin, mich für diese Reise entschieden zu haben. Trotz des vielen Stresses vorab hat sich der Aufwand wirklich gelohnt.

Was mich als erstes total beeindruckt hat war die Landschaft. Diese endlose Weite, zwischendurch ein paar Häuschen. Ganz anders als in Deutschland, wo fast jeder m²-Grünfläche bebaut wird.

So offen und weit wie die Landschaft waren auch die Menschen dort.
Die Offenheit und Herzlichkeit der Afrikaner hat mich sehr überrascht. Wir wurden sehr herzlich in der Schule empfangen und es war ein überwältigendes Gefühl an dem Mittwoch Morgen der ganzen Schule vorgestellt zu werden. Alle klatschten und freuten sich wirklich, dass jede Einzelne von uns da war. Ich hab mich sehr wohl dort in der Schule gefühlt.
Auch der Tanzunterricht hat erstaunlich gut geklappt. Die Schüler und Schülerinnen (Ss) waren alle sehr motiviert und konzentriert bei der Sache und haben mir als Lehrkraft auch total viel Motivation und Kraft zurück gegeben. Es hat mir super viel Spaß gemacht zu unterrichten.
Durch das Unterrichten, habe ich sehr viel gelernt (mehr Selbstbewusstsein, Ausdrucksweise, Englisch), was ich später in den Lehrproben hoffentlich auch umsetzen kann und ich habe nicht mehr so Angst vor Gruppen zu stehen.
Da die Kinder so begeistert bei der Sachen waren, hat die Aufführung auch super geklappt. Ich fand es sehr schön, dass nicht nur wir uns etwas überlegt haben, sondern auch ein paar ältere Ss der Schule ein Theaterstück gezeigt haben.
Der Abschied danach hat mich sehr berührt und ich hab gemerkt, dass die Zeit doch sehr kurz war.

Die 18 Tage in Afrika hier haben mir gezeigt, dass ich mich auf jeden Fall für Kinder aus einem Township einsetzen möchte und auch, mit der Hilfe der anderen Mädels aus der Gruppe, Spendengelder sammeln möchte.

 
Lisa J.
Für mich war die Reise nach Südafrika ein wunderschönes, ereignis- und erfahrungsreiches Projekt.
Ich habe nicht nur das Land an sich, wie deren Natur und Kultur, sondern die Menschen dort hautnah erleben dürfen. Besonders das Unterrichten der afrikanischen Kinder war für mich überwältigend.
Die Menschen dort sind sehr offen, geduldig und freundlich, im Gegensatz zu unserem, manchmal doch sehr tristen, hektischen Deutschland.
Man hat viel von der afrikanischen Kultur lernen können, besonders auch von unserem kompetenten Reiseleiter Herrn Jörg Hagmeier.
Man hört in den Medien viel über Südafrika, aber wenn man mal da war, sieht man manche Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Ich wusste schon vor der Reise, dass ich diese Chance wohlmöglich nie wieder bekommen werde und bin sehr froh sie gemacht zu haben und würde es auch immer wieder tun!
 
Farina R.

Die Reise nach Südafrika begann am 01.08.2009 um 7.00 Uhr morgens am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Ich war voller Vorfreude und war gespannt auf den 18- tägigen Aufenthalt mit der Gruppe bestehend aus zehn Personen in dem Land, das so viele km weit von Deutschland entfernt liegt.
Die Anreise kam mir vor wie eine Ewigkeit, dennoch hatten wir schon während dieses Zusammenseins eine Menge Spaß und waren gespannt, was wohl auf uns zukommen wird. Nach der Ankunft in Nelspruit in Mpumalanga, ging es Montag mit der Besichtung der Sitintile Secondary School los. Ich war sehr aufgeregt.
In der Schule wurden wir von den Lehrerinnen, Schülersprechern/innen und Organisatoren herzlich empfangen. Sie waren sehr nett und freundlich zu uns.

Die Gruppe war nach dem Empfang, positiv auf die nächsten zwei Wochen eingestellt. Natürlich gab es noch Ängste, wegen des Unterrichtens vor der Klasse, doch die legten sich, als wir die Schüler kennen lernten.
Die Schüler wirkten auf mich, motiviert, lernwillig und sie hatten Spaß. Sie waren zwischen 14/15 Jahre alt und verhielten sich beim Tanzen zurückhaltend. Die Unterrichtsstunden meiner Mitschüler und mir verliefen gut. Die Schüler der Partnerschule verhielten sich konzentriert und zeigten eine enorme Lernbereitschaft.

Jeder von uns hat in diesen beiden Wochen sein Bestes gegeben, dazugelernt und ist über seinen eigenen Schatten gesprungen.

Wir haben uns gegenseitig unterstützt und geholfen. Die Gruppe wuchs von Tag zu Tag näher zusammen. Wir verstanden uns gut, hatten viel zu lachen und viel zu reden.

Ich muss sagen, ich bin sehr froh, dass ich die Reise mit erleben durfte und bin glücklich ausgelost worden zu sein. Es war eine aufregende, großartige Zeit, mit vielen Emotionen, Spaß, Erfahrungen und Freundschaften. Jeder ist über sich hinaus gewachsen und nimmt viel Neues mit nach Hause. Ich denke die Zeit hier war ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst.
Das Erlebnis in Afrika mit einer anderen Mentalität und anderer Lebensweisen hat mich stark beeindruckt.

 
Luisa S.
Die Reise nach Afrika war eine sehr aufregende, wertvolle und vor allem wunderbare Erfahrung. Die afrikanischen Schüler und Lehrer, sowie unsere Gruppe der Weber-Schule sind zu einem Team zusammengewachsen und konnten viel von- und übereinander lernen. Durch den Kontakt mit den dort lebenden Menschen konnten wir das Land und deren Kultur sicherlich sehr viel näher kennen lernen als wenn wir als "normale" Touristen dort gewesen wären. In einer solch intensiven Zeit ist es erstaunlich wie wir uns als Einzelne verändert haben. Ein großes Dankeschön an der Stelle, für alle die, die diese Reise ermöglicht haben.
 
Simone W.
Unsere Reise und unser Aufenthalt in Südafrika waren für mich persönlich durch sehr viele verschiedene Gefühle geprägt. Vor allem war es sehr interessant, eine so vollkommen andere Welt kennen zu lernen und mal ganz andere Erfahrungen zu machen ...
Die Reise dorthin war sehr anstrengend, wir waren ca. 35 Std. unterwegs. Von unserem Gästehaus in Nelspruit war ich allerdings sehr positiv überrascht.
Am Tag nach unserer Ankunft ging es direkt mit dem Programm los. Wir fuhren zuerst zum Department of Education und dann zu unserer Partnerschule, der Sitintile Secondary School, wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden.
Die nächsten Tage unterrichteten wir dort Tanz in einer Gruppe von 30-40 Schülern.
Die Umsetzung der Planung an dieser Schule war sehr schwierig. Es wurde ein Klassenraum für uns leer geräumt, der jedoch viel zu klein war für die große Gruppe. Wir mussten uns den Bedingungen anpassen und unseren Unterricht für die nächsten Tage umorganisieren. Die afrikanischen Schüler waren anfangs eher schüchtern und zurückhaltend, wurden aber mit der Zeit immer offener und man sah ihnen an, dass sie viel Spaß an der Bewegung hatten, die für sie auch neu war.
Wir gingen auch durch verschiedene Klassen, um uns den Schülern vorzustellen, Fragen zu beantworten, etwas von Deutschland und von uns zu erzählen ...
Wir wurden teilweise behandelt wie Stars, die Schüler waren sehr interessiert an uns, wollten Unterschriften von uns haben, wir machten gemeinsame Fotos und kamen kaum wieder aus der Klasse heraus, weil auf einmal totale Euphorie herrschte.
Im Unterricht selbst fiel auf, dass die Schüler alle schon eine ziemlich klare Vorstellung von ihrer Zukunft hatten. Die Ansprüche im Unterricht waren entgegen meinen Erwartungen recht hoch, die Schüler waren sehr motiviert und lernten recht schnell, was wir auch beim Tanzen merkten.
Von den Schülern dort wird die Schule als Chance angesehen.
Einen Nachmittag waren wir zu "Besuch" bei einigen Schülern im Township, was uns alle sehr berührt hat. Zu sehen unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben, welche Verantwortung die Jugendlichen tragen, wie hart sie arbeiten müssen um zu überleben und wie gepflegt und würdevoll sie trotz allem in der Schule erscheinen, hat uns sehr beeindruckt.
Sehr schön fand ich unseren gemeinsamen Ausflug, die Panorama-Tour mit Stationen am Blyde River Canyon, God´s Window usw. Eine sehr beeindruckende Landschaft... und die afrikanischen Schüler freuten sich total darüber, mit uns diese Tour machen zu können.
Ein besonders tolles Erlebnis war für mich noch die Abschlussveranstaltung, für die extra die Community Hall angemietet wurde. Die afrikanischen Schüler begannen das Programm mit verschiedenen Gesängen, dann hatten wir unseren Auftritt und führten gemeinsam die erarbeiteten Tänze vor.
Das Gefühl von zwei verschiedenen Welten war auf einmal nicht mehr da.
Der Abschied fiel allen sehr schwer, vor allem als die Schüler uns umarmten und sagten, dass sie uns vermissen würden.
Es ging einfach alles total schnell vorbei, wir haben so viel erlebt und eigentlich hätte man noch viel mehr Zeit gebraucht, um die ganzen neuen Eindrücke verarbeiten und realisieren zu können.
Wir haben sehr viele tolle Menschen hautnah miterlebt - und das alles in einer faszinierenden Umgebung und tollen Landschaft ...
 

 

 

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