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Sie sind hier: Home » Presse » Archiv Die Schule ist bald überall
Kerpen-Horrem - Für die gut 400 jungen Leute, die derzeit im privaten Präventions- und Rehabilitations-Bildungszentrum (Präha) an der Rathausstraße eine Berufsfachausbildung in der Gesundheitssparte absolvieren, bricht mit Beginn des nächsten Schuljahres eine neue Ära an. Dann nämlich öffnet sich der "Virtuelle Campus". "Unser Bildungszentrum wird WLAN-Schule und übernimmt damit zumindest bei den Berufsfachschulen eine bundesweite Vorreiterrolle", erklärte Präha-Geschäftsführerin Petra Witt voller Stolz, als das Vorhaben am Samstag beim "Tag der offenen Tür" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. "Virtueller Campus", "WLAN-Schule", "Präha-Bildungsportal" - hinter diesen Stichworten verbirgt sich konkret, dass die Lernenden demnächst mit speziell programmierten, tragbaren PCs, sprich Notebooks, ausgerüstet werden sollen. Diese Mobil-Computer ermöglichen es ihnen, sich über ein drahtloses Online-Netzwerk (WLAN) quasi immer und überall in ihre Schule einloggen zu können. Eine Projektgruppe der Firma Siemens Business Services mit Christian Walk und Michael Schlipköther an der Spitze hat dafür ein eigens auf die Präha-Bedürfnisse zugeschnittenes Bildungsportal entwickelt. Dieses passwortgeschützte Portal wird zunächst als reichhaltige Informationsquelle dienen, in der nicht nur allgemeine Fachliteratur zu den vom Präha-Zentrum angebotenen Ausbildungszweigen gesammelt wird. Vielmehr erhalten die Lehrer auch die Möglichkeit, Power-Point-Präsentationen, Skripte, Übungsaufgaben und andere Unterrichtsmateralien aus ihren Kursen ganz individuell ins Netz zu stellen. Es ist sogar möglich, einzelne Unterrichtsstunden auf Video aufzuzeichnen und ins Portal zu bringen, so dass beispielsweise krankheitsbedingt fehlende Schüler den Stoff zu Hause nacharbeiten können. Auch können sich die Schüler übers Netz zu Lerngruppen zusammenzuschließen und online gemeinsam an Kursprojekten arbeiten. "Die professionelle Nutzung der neuesten Informations- und Kommunikationstechnik ist heute auch für angehende Physiotherapeuten oder Gymnastiklehrerinnen unverzichtbar," sagt Petra Witt. "Zeitliche und räumliche Grenzen sprengen zu können schafft ganz neue Lernwelten, die den konventionellen Unterricht in der Schule selbst natürlich nicht ablösen sollen, ihn aber sehr wirkungsvoll erweitern und ergänzen können." Das Ganze steht und fällt allerdings mit der Bereitschaft von Lehrern und Schülern, sich intensiv in diese neue Lernwelten einzuarbeiten und ihre Möglichkeiten im Alltag auch tatsächlich zu nutzen. Die Präha-Geschäftsführerin ist aber überzeugt davon, dass die Beteiligten gern etwas Zeit investieren werden, um sich mit dem anfangs nicht ganz einfachen System vertraut zu machen: "Denn es wird schnell deutlich, welche Vorteile und Chancen dieses Angebot liefert." Beim gut besuchten "Tag der offenen Tür" ging es aber nicht nur um die WLAN-Schule. Es gab auch umfangreiche Informationen zu den Aus- und Fortbildungsangeboten beispielsweise in den Bereichen Physiotherapie, Kosmetik, Gymnastik und Massage. Ebenso im Programm sind die Ausbildungsgänge zum "Fitness- und Wellness-Coach, Fachrichtung Tourismus" und zum "Staatlich geprüften Podologen" bzw. zur Podologin (Fußpflegerin).
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