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Von Gabi Knops-Feiler Sie hat die Tanztherapie in Deutschland entscheidend vorangebracht: Wally Kaechele feiert am 13. Dezember ihren 80. Geburtstag. Was viele nicht wissen: Wally Kaechele wurde in Opladen geboren. Sie war noch ein Kind, als sie mit den Eltern und Geschwistern nach Düsseldorf zog. Dort lernte die ehemalige Turniertänzerin ihren späteren Ehemann Gerd kennen und baute mit ihm ihre erste Tanzschule auf. Ein Jahr nach der Geburt von Sohn Axel kehrte sie 1957 nach Opladen zurück. Unter anderem moderierte sie Fernseh-Sendungen und produzierte Tanzplatten mit Max Greger, Hazy Osterwald und Hugo Strasser. Nebenbei unterrichtete sie Jugendliche und Erwachsene nach den Regeln des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer-Verbandes. Aber zufrieden war sie dabei nicht. "Ich habe mich oft gefragt", erinnert sich Wally Kaechele, "ob ich in diesen starren Grenzen bleiben muss, bei dem jedes Paar das Gleiche tanzt?" Das waren die Anfänge ihrer Arbeit mit behinderten Kindern und Senioren. Kaechele nutzte Tanz und Ausdruck fortan als Mittel für diejenigen, die "nicht zu tanzen wagten." Und sorgte so dafür, dass sich dies änderte. "Ich hatte immer Freude, neue Wege zu beschreiten", erklärt sie rückblickend. 1977 nahm Wally Kaechele am 1. Internationalen Tanztherapiekongress in Toronto (Kanada) teil und lernte Professor Julianna Lau, Lehrstuhlinhaberin für Tanztherapie an der York University Toronto, kennen. Zwei Jahre später gründeten die beiden Frauen mit Prof. Dr. med. Dietrich Langen - er ist erster Lehrstuhlinhaber in Europa für Psychotherapie und medizinische Psychologie - die Arbeitsgemeinschaft für Tanztherapie. Im Folgejahr wurde der Bundesverband gegründet.
Heute schreibt sie Kinderbücher Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung der bundesweit ersten deutschen Ausbildungsstätte für Tanztherapie in Monheim 1983. Heute hat die Fachschule ihren Sitz in Düsseldorf. Im Jahr 2000 zeichnete Bundespräsident Johannes Rau Kaechele für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Dank ihres intensiven Wirkens genießt die Tanztherapie heute in vielen Kliniken und therapeutischen Einrichtungen einen hohen Stellenwert. Derzeit widmet sich Wally Kaechele dem Schreiben von Kinderbüchern. Sie hat für sich entdeckt, dass sie das "Älterwerden genießen kann" und sagt: "Ich bin sehr zufrieden und erfreue mich täglich an den einfachen und schönen Dingen des Lebens." Bereut hat Wally Kaechele jedenfalls nichts.
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