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Berlin, 17. Februar 2011 - Mehrere wissenschaftliche Institute kommen zu dem Ergebnis, dass Wettbewerb im Bildungswesen ein maßgeblicher Einflussfaktor ist, um Schülerleistungen und die Qualität im Schulsystem zu steigern. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), für alle Schulen und Schulträger gleichwertige Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb um die besten pädagogischen Konzepte herzustellen. Eine Ende 2010 veröffentlichte internationale Vergleichsstudie des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die Schüler aus Ländern mit einem funktionierenden Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Schulträgern überdurchschnittliche Leistungen erzielen. So verbessere ein zehn Prozent höhere Privatschüleranteil die Leistungen aller Schüler in einer Größenordnung, die etwa drei bis sechs Monate zusätzlichen Unterrichts entspricht. "Diese wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse können nicht ignoriert werden. Die weiter zunehmende Abhängigkeit der Wirtschaft und Gesellschaft von gut ausgebildeten und qualifizierten jungen Menschen muss durch ein leistungsfähiges und vielfältiges Bildungssystem Rechnung getragen werden", erklärt Michael Büchler, Präsident des VDP. Nicht eine staatlich reglementierte Organisationsstruktur sei für den Erfolg eines Bildungssystems ausschlaggebend. Entscheidend seien vielmehr Möglichkeiten, auf individuelle Bedarfslagen von Schülern durch unterschiedliche Bildungsangebote eingehen zu können. Hierzu stehen die jüngsten bildungspolitischen Entscheidungen einiger Bundesländer in einem deutlichen Gegensatz. "Durch Kürzungen der Finanzhilfe für freie Schulen, Vorgaben zu ihren Klassen- und Jahrgangsgrößen sowie verschärfte Regelungen für Schulneugründungen versucht die Politik, Autonomie und einen qualitätsfördernden Wettbewerb im Bildungssystem einzuschränken", so Büchler weiter. Anstatt allen Schulen mehr Selbstbestimmung zuzugestehen werde versucht, das freie Schulwesen klein zu halten. Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln und anderer belegen, dass Schulen in freier Trägerschaft schon seit Jahren unter nachteiligen Wettbewerbsbedingungen leiden. Diese zeigen sich insbesondere durch eine unzureichende und intransparente staatliche Finanzierung.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
Die Präha Gruppe ist Mitglied im VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. und im Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP).
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