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Ein Vortrag von Marianne Eberhard-Kaechele, Wissenschaftliche Leiterin des Langen Instituts Ästhetisches Antworten: Entstanden aus dem Symposion "Forschungsmethoden der Künstlerischen Therapien" vom 9.-11.02.2001 in Loccum
Einführung In dem folgenden Beitrag möchte ich eine Interventionstechnik vorstellen, die ich seit einigen Jahren in meiner klinischen Tätigkeit anwende, und sich möglicherweise als Form der Kunstbasierten Forschung eignen würde. Es wird im Folgenden oft von der "Kunst" von Patienten und Therapeuten die Rede sein. Im therapeutischen Setting definiere ich den Begriff "künstlerische Tätigkeit" als die Verwendung von künstlerischen Medien zur Gestaltung eines Werks oder einer Improvisation, das Betroffenheit/Bewegtheit in den Beteiligten auszulösen bzw. zu halten (auf Englisch containing) vermag. "Kunst" ist dementsprechend, in diesem Rahmen, das Ergebnis dieser Tätigkeit, ein Werk oder eine Improvisation mit diesen Eigenschaften des Bewegens und/oder Haltens. Kunstimmanente Methodik: Kommunikation durch die Kunst In der heutigen berufspolitischen Landschaft, die sich eher durch exklusives als durch inklusives Denken und Handeln auszeichnet, ist es wichtiger denn je die Existenzberechtigung der künstlerischen Psychotherapieverfahren begründen zu können. Berechtigung kann erwachsen aus einem einzigartigen Beitrag des Verfahrens zu der Behandlung von kranken Menschen. "Eine ästhetische Theorie des therapeutischen Prozesses betrachtet die Interpretation als Bedingung für Verstehen, betont jedoch den Gedanken, Interpretation sei eine Antwort, die sorgfältig die Sprache des Werkes aufnimmt, nicht eine Erklärung in einem Paradigma der dem Gegenstand der Betrachtung fremd ist. Diese Art der Interpretation dient in erster Linie die Hervorbringung von "ästhetische Resonanz/Antworten"." (Knill 1999, P.49) In der Musiktherapie und der Tanztherapie insbesondere, aber durchaus in der Kunst- oder der Dramatherapie findet man die gemeinsame künstlerische Tätigkeit von Therapeut und Patient in der Form des gemeinsamen Improvisierens. Helmuth Kiene berichtete in Loccum, wie die Dokumentation und Beforschung der dialogischen Korrespondenz zwischen den ästhetischen Äußerungen von Therapeut und Patient, in der Musiktherapeutischen Improvisation, die heilsame Wirkung künstlerische Therapieformen vermitteln kann. Neben der Improvisation besteht eine weitere Möglichkeit für den Therapeuten mit künstlerischen Medien zu kommunizieren: über gestaltete und/oder vorgetragene Werke, das sogenannte ästhetische Antworten (auf Englisch aesthetic response). Anstelle von gemeinsamen, gleichartigen und gleichzeitigen Tun steht eine Rollenverteilung im Vordergrund. Die Rollenbesetzung des Therapeuten als Betrachter und Resonanzboden für die Vorstellung der Werke des Patienten ist die geläufigste, weil sie dem traditionellen Verständnis von therapeutischer Hierarchie und Abstinenz entspricht. Doch neuere Konzepte einer intersubjektiven Beziehungsgestaltung in der Psychotherapie unterstützen die Vorstellung, dass der Therapeut gelegentlich auch in der Rolle des Gestaltenden und Vortragenden gegenüber einem empfangenden, bezeugenden Patienten, wirksam werden kann. Ein solches Handeln entspricht ethischen Bedingungen der Abstinenz insofern, als der Therapeut sein Werk im Dienst der Behandlung zur Verfügung stellt, und nicht primär zur Befriedigung eigener Bedürfnisse oder zur Abwehr eigener Ängste etwas vorstellt. Ästhetisches Antworten (engl. "Aesthetic Response") Knill, Barba und Fuchs (1995) definieren aesthetic response als "eine diskrete Reaktion/Antwort, körperlichen Ursprungs, auf ein Ereignis in der Imagination, eine künstlerische Handlung, oder der Wahrnehmung eines Kunstwerkes. Wenn die Reaktion profund ist und an der Seele rührt, beschreiben wir es mit Worten wie "bewegend" oder "atem-beraubend". Unsere Sprache weist auf die sinnliche Wirkung von Bildern (images) hin, das sich, nach der Beschreibung von Hillman (1994), in dem zügigen Einatmen (inspiration) offenbart, das wir in der Gegenwart von Schönheit empfinden - wenngleich dieser Effekt sich nicht stets physisch einstellt. . . Die Sprache die wir verwenden um dieses Phänomen zu beschreiben ("bewegend", "packend", "atem-beraubend", "herzzerreißend", "das Herz bleibt stehen") demonstriert die imaginativen, sinnlichen, und überraschenden Aspekte der Antwort." (Übersetzung M. Eberhard) Diese Definition verwendet den Begriff "ästhetisches Antworten" im Sinne von antworten auf ein ästhetisches Objekt. Um die Wirkungsweise des ästhetischen Antwortens zu erklären greife ich zu Theorien und Forschung aus der aktuellen Methodendiskussion in der tiefenpsychologischen Psychotherapie, weil diese Quelle mir alltäglich zugänglich ist. In Loccum und bereits an der Europäischen Hochschule für Berufstätige in Leuk, Schweiz habe ich Hinweise auf einen reichen Schatz von kunsttheoretischen Erklärungsansätzen bekommen, die ich hoffe in Zukunft einbeziehen zu können. Aesthetisches Antworten ermöglicht Intersubjektivität: Das Konzept der Intersubjektivität handelt von der Auffassung, dass Beziehungen stets zwischen Subjekten sich ereignen, die einer gegenseitigen Einflussnahme unterliegen. Subjekte sind undurchdringlich insofern als jeder Beziehungspartner nur bedingt in der Lage ist, die Perspektive des anderen zu verstehen. Subjekte sind auch mehrdeutig, denn die Wirkung eines Subjekts auf sich selbst ist nicht gleich seiner Wirkung auf verschiedene andere Personen, doch jedes dieser Wirkungen ist, für sich genommen, gültig. Daher ist es für ein Beziehungsteilnehmer nicht möglich objektiv zu sein, sich von der subjektiven Färbung seiner Wahrnehmung frei zu machen und einen vollständig neutrales, einzig wahres Urteil über den anderen zu bilden. Das Konzept einer Subjekt - Objekt Beziehung ist demnach ein gedanklicher Konstrukt und keine praktische Realität. Das ästhetische Antworten des Therapeuten erfüllt die Aufgaben der Intersubjektivität auf besonders effektive Weise: Sie bestätigt dem Patienten, dass er wahrgenommen wird, gibt ihm Informationen über den Therapeuten wodurch der Patient sicherer und handlungsfähiger wird, gibt dem Patienten eine Rückmeldung über seine Person, bestätigt ihn in seiner Einflussnahme auf den Therapeuten, um nur einiges zu nennen. Die Säuglingsforschung hat gezeigt, dass Kinder nicht nur durch die Einflussnahme der Bezugspersonen auf sie, oder die Identifikation mit ihnen, sich entwickeln. Ihre Kompetenz in Selbstregulation erwächst auch daraus, dass sie ihren Einfluss auf andere, d.h. ihre eigene Potenz, erleben können.(Benjamin, 2000) Patienten bestätigen mir immer wieder, wie wichtig ihnen diese Potenzerfahrung ist bei dem Empfangen von ästhetischen Antworten. Sie bewegen jemanden, ohne ihn zu zerstören. Dieser Moment hat etwas "Göttliches", und in der Tat, der Patient fungiert in diesem Moment als Muse des Therapeuten. Rosemarie Tüpker bemerkte auf dem Loccumer Symposium: "In dem Moment des gemeinsamen Verstehens tritt eine Verwandlung in Kraft." Was ist diese Verwandlung? Der Begriff "verstehen" hat mit Deutlichkeit, Sinnhaftigkeit, Sympathie, Virtuosität, eigenem Selbstverständnis, und mit Perspektivenübernahme zu tun (Duden). Im Sinne der Intersubjektivität könnte es sein, dass wir die Fülle der eben genannten Eigenschaften verdichtet erleben, wenn es uns gelingt die Grenzen der eigenen Perspektive zu überwinden und intensive Eindrücke des anderen Menschen auf zu nehmen, ohne ein Verlust des Selbstempfindens. Wir sind dann mehr, reicher, als wir vorher waren. Eine intersubjektive Perspektive auf die therapeutische Beziehung hat eine Reihe von Konsequenzen, dass die Analogie zwischen dem Schaffen von Kunst im eigentlichen Sinne und künstlerische Therapie nahe legt. Patienten, wie Kunstwerke, sind mehrdeutig. Der Versuch sie auf eine "einzig wahre" Bedeutung zu reduzieren verstümmelt ihr Potential an Ressourcen. Eine Perspektive der Toleranz für Mehrdeutigkeit erhält und fördert das Wachstumspotential des Patienten: Es können immer weitere Aspekte/Interpretationen entdeckt werden. Mehrdeutigkeit stärkt auch die Verantwortungsfähigkeit, die Auseinandersetzung mit dem, was das Werk bewirkt, auch wenn diese Wirkung nicht bewusst beabsichtigt wurde. Indem der Erwachsene denselben affektiven Gehalt in eine andere Modalität - beispielsweise von der kinetischen in die stimmliche - übersetzt, drückt er dabei die bedeutsame Tatsache aus , dass es die innere Erfahrung ist, die gleich bleibt. Denn der Unterschied in der Form hebt das Element der Ähnlichkeit oder des Teilens hervor. (Benjamin, 2000) Wenn wir das Undurchdringliche des Individuums oder des Kunstwerkes akzeptieren, müssen künstlerische und psychologische Analysetechniken mit einer anderen Erwartung eingesetzt werden. Statt in das Werk oder die Person einzudringen und zu bestimmen, könnte analytische Aktivität als Antwort aus dem So-Sein des Therapeuten auf das So-Sein des Patienten/sein Werk vermittelt werden, und zur Verständigung beitragen. Zum Beispiel, wenn ich zum Patienten sage: "Die Bewegungsanalyse von Kestenberg würde diese seitlich quere Geste als Abgrenzungswunsch deuten. (Dabei wiederhole ich seine Geste, vielleicht ergänzt mit der entsprechenden Mimik oder stimmlichen Begleitung.) Was meinen Sie dazu?" Dieser Dialog findet auf der rationalen Ebene statt. Stimulanz der Sinne durch ästhetisches Antworten als Sinnbildung und Menschenbildung In folgenden Teil möchte ich die Anwendung der Technik des ästhetischen Antwortens beispielhaft vorstellen.
1. Fallvignette: "Ken braust auf" Herr Davids war in Behandlung gekommen, wegen einer Depression und einer Dysmorphophobie auf dem Boden einer narzisstischen Persönlichkeit. Im Team bestanden Spekulationen, er leide unter Alexithymie, weil der Ausdruck von Emotionen, mit denen ein Gegenüber mitschwingen konnte, kaum vorhanden war. Mein Eindruck war, er konnte durchaus seine Affekte spüren. Er traute sich jedoch nicht zu, den Kontrollverlust, den Verlust seines lieblichen Selbstbildes bzw. den Verlust geliebter Personen zu meistern, die einen Gefühlsausbruch folgen könnten. Herr Davids konnte sich auf gestellte Aufgaben oder Gestaltungen anderer Patienten einlassen, fand jedoch selten sein eigenen Zugang zu der Gestaltung in Bewegung. Wie herausfinden aus dieser Selbstlosigkeit? Mir fielen nach und nach Puppen in die Hände, die mich an Herrn Davids Prozess erinnerten: Eine sehr leichtes, hohles Ken-Imitat aus meiner Kindheit, das kaum in der Lage war ohne seinen Ständer zu stehen. Einen Clown, der Gewicht, Stabilität, und die Fähigkeit sich bei Niederlagen wieder auf zu richten gewonnen hatte, doch noch sehr kindlich und klein war. Zuletzt versuchte ich selbst, ein Wunschbild zu schaffen, mit erwachsenen Zügen und den positiven Eigenschaften des Clowns. Dabei passierte ein Materialfehler: der Hartschaum, mit dem ich den Unterteil zu füllen versuchte, suchte Kontakt mit der Luft und quoll aus allen Öffnungen. "Der Aufbrausende" war geboren.
Am Tag nach der "Geburt" dieser Puppe erzählte mir Herr Davids, dass er die Nacht geträumt hatte. Er hatte auf einem Koffer gesessen, in dem seine Gefühle verstaut waren. Er versuchte die Gefühle daran zu hindern, dass sie aus dem Koffer entweichen konnten, doch sie waren stärker und suchten das Weite. Zuerst geriet er im Traum in Panik, doch bald fand er es erleichternd und belebend, mit den umherfliegenden Gefühlen umzugehen. Herr Davids erzählte den Traum, doch ein Gefühl war immer noch nicht zu spüren. Motiviert durch die Synchronizität seines Traumes mit der aufbrausenden Puppe, brachte ich das Puppen Trio zur nächsten Sitzung. Ich schlug vor, dass er sie in seine Händen nehme und in allen ihren Qualitäten erfahre. Den Clown und den Aufbrausenden fand er bestätigend und ermutigend. Die erste Puppe jedoch, das Ken-Imitat, löste blanken Entsetzten in Herrn Davids aus. Er führte ein Selbstgespräch: "War ich wirklich so hohl, so substanzlos, so abhängig, so LANGWEILIG? Ich war es! Ich bin es vielleicht noch! Oh Gott! Ich will da 'raus!" Ich hatte zunächst Sorge, Herrn Davids mühsam aufgebautes Selbstwertgefühl durch die Konfrontation mit dem Ken-Imitat zerstört zu haben. Aber er versicherte mir, es sei ihm erst jetzt deutlich, wie weit er bereits gekommen war, und doch wie nah die Gefahr lag, in das alte Muster zurückzufallen, wenn er es nicht im Auge behielt. Ab dem Tag der Begegnung mit den sinnlich anregenden Puppen konnte Herr Davids Choreographien für seine inneren Bilder gestalten, und die Freisetzung und Regulierung seiner Gefühle auf sich nehmen. Ich glaube, dass die inneren Bilder des Therapeuten als synchrones Geschehen oder Korrespondenz auf die inneren Bilder des Patienten ein wesentlicher Faktor für die Heilung sind. Sie sind zu verstehen als ein Gleichklang oder ein Spiegelbild und bilden die Grundlage des Sich-erkennens und des Sich-erkannt-fühlens. . . Sie waren den Patientinnen . . . erst bewusst, als sie sie sahen. Sie schienen wie Spiegelbilder, deren Realität man nicht abstreitet. (S.29) Ein anderes Erklärungsmodell für die Entstehung von innere Bilder, die künstlerische Therapeuten zur Gestaltung bringen können, ist das Konzept der projektiven Identifikation. Von Melanie Klein ursprünglich als primitive Abwehrform eingestuft, gilt dieses Phänomen heute eher als gelungene Möglichkeit mit überwältigenden Affekten bzw. mit destruktiven Beziehungsmustern progressiv umzugehen. Thomas Ogden differenziert drei Schritte beim Vorgang der projektiven Identifikation: 1) Der Patient bringt Selbstaspekte im Therapeuten unter, und schützt sich damit vor bedrohliche Selbstanteile, bzw. er schützt seinen guten Selbstanteilen vor den eigenen autodestruktiven Tendenzen. 2) Er induziert Verhalten oder Gefühle im Therapeuten die diese Selbstanteile entsprechen. 3) Der Therapeut verarbeitet die Handlungsimpulse oder die Gefühle mit den ihm zu Verfügung stehenden professionellen wie persönlichen Möglichkeiten, und dient somit als Modell oder Vermittler. Der Patient kann im Anschluss seine projizierten Selbstanteilen wieder reinternalisieren und selbst verarbeiten. Dieser Vorgang entspricht dem Verlauf des ästhetischen Antwortens im Allgemeinen. In unserem Beispiel mit Herrn Davids war die Ken-Imitat Puppe wichtig. Herr Davids wollte alles, nur nicht langweilig oder verlogen sein. Er induzierte in mir, dass ich auf etwas Langweiliges und unechtes stieß, in Gedanken an ihm. Für die Verarbeitung war wichtig zu erkennen, das diese Puppe mir gehörte, also etwas Bedenkliches über meinen Geschmack aussagte. Und sie war scheinbar doch wertvoll genug gewesen, dass ich sie über 30 Jahre aufbewahrt hatte, wenngleich sie immer zuständig war für die Darstellung des Deppen oder des Buhmanns in meinen Kindheitsspielen. Meine Möglichkeit, zu Eigenschaften wie langweilig und unecht zu stehen und im gewissen Rahmen Wert zu zu sprechen, war mein Angebot an Herrn Davids, dass er zu seinem Nutzen annehmen konnte und auch tat.
2. Falldarstellung: "Felsen erklimmen mit Liederseile" In der therapeutischen Beziehung zu der Patientin, die ich hier Michelle Schönfelder nenne, hatten ästhetische Antworten oft entscheidende Bedeutung für ihre Genesung. Die hier herausgegriffenen Momente stellen allerdings einen Bruchteil des umfangreichen Prozesses eines halben Jahres stationärer Behandlung dar. Ich arbeitete mit Frau Schönfelder sechs Monate lang, dreimal wöchentlich: einmal in der Gruppe und zweimal im Einzelsetting. Die Vorgeschichte: Die Patientin war zur Zeit der Behandlung 23 Jahre alt. Ihr Studium hatte sie kurz vor dem Abschluss abgebrochen, angeblich weil es ihren Erwartungen nicht mehr entsprach. Mehrfache Bewerbungen um einer Lehrstelle blieben ohne Erfolg, vermutlich wegen Überqualifiziertheit, vielleicht auch wegen ihrer zerbrechlichen, wenn auch betörend schönen Erscheinung. Frau Schönfelder litt an Anorexia nervosa und, wie sich später herausstellte, an einer Post-traumatischen Belastungsstörung, aufgrund des sexuellen Missbrauchs durch den Onkel im Alter von 13 Jahren. Besonders belastend sei der Umgang der Eltern mit dem Trauma: Sie hatten von der Patientin erwartet, dass sie ihre Gefühle für sich behalte und möglichst schnell so tue, als hätte es den Vorfall nie gegeben, zur Wiederherstellung des Familienfriedens. Durch die Essstörung hatte Frau Schönfeld ihre negativen Affekte erfolgreich unterdrückt, mit der Nebenwirkung, dass auch die positiven Affekte unzugänglich wurden. Ohne eigene Regungen konnte sie ihre pflegeleichte Rolle scheinbar bestens erfüllen. Gleichzeitig war ihr abgemagerter Zustand und fehlender positiver Gefühlsausdruck eine gelungene Rache an den Eltern für ihr mangelndes Verantwortungsbewusstsein. Die Eltern, die nur 17 Jahre älter als ihre Tochter waren, hatten versucht, stets ein positives, verständnisvolles, fast freundschaftliches Verhältnis zum einzigen Kind zu unterhalten. Dabei hatten sie hohe Erwartungen bezüglich ihrer Leistungs- und soziale Anpassungsfähigkeit. Es war nahezu unmöglich für Frau Schönfelder, ob dem allgegenwärtigen Verständnis sich auflehnen und abgrenzen zu können. Außerdem fiel es ihr schwer, differenzierte Affekte der Eltern, hinter der freundlichen Fassade, erkennen zu können. Zwischen der überwältigend starken Großmutter, die sie als Kleinkind erzogen hatte, und der selbst-unsicheren, ihre Jugend konservierenden Mutter, suchte Frau Schönfelder vergebens nach einer maßvollen Identifikationsfigur. Ausgewählte Stationen im therapeutischen Prozess Ästhetisches Antworten als "die eigene Medizin probieren": Die erste Begegnung die ich beschreibe macht den Aspekt des ästhetischen Antwortens deutlich, dass die Therapeutin ihre haltende Funktionen (holding functions) kurzzeitig zurück stellt, hinter der Intention, ihre Emotionalität und sensomotorische Präsenz der Patientin zur Verfügung zu stellen. Die strukturierte Einleitung und Nachbesprechung spannt die therapeutische Verantwortung wie ein Bogen über diese Lücke. In einer Gruppensitzung entstand das Thema "sich fallen lassen", bzw. "andere auffangen/halten". Frau Schönfelder beschränkte sich auf das Fangen und Halten, und zog bei Nachfragen den Vergleich zu mir, als Beispiel dafür, dass Führungspersonen sich nicht fallen lassen. Dann forderte sie mich heraus: "Warum fallen Sie nicht auch mal? Haben Sie etwa Angst?" Nach einer kurzen Reflektion fragte ich, ob und wie die Gruppe auf meine haltende Funktion, für die Zeitdauer eines Fallens, verzichten könnte. Mit der Strukturierung der Gruppe geklärt, willigte ich Frau Schönfelder's Vorschlag ein. Ich erklärte dabei, dass ich durchaus etwas Angst habe, aber Mut sei ja erst durch Angst definiert. Offenbar handelte ich zu souverän: in der Umsetzung der Übung provozierte Frau Schönfelder mich erneut, in dem sie meinen Körper wesentlich tiefer fallen ließ als vereinbart. Ich gab meiner Angst freien Ausdruck über Mimik, Körperspannung und einem Schrei. Ich wand mich jedoch nicht aus der Situation heraus, sondern machte - mit etwas Ärger - meine Erwartung deutlich, dass die Patientin die selbsterzeugte Steigerung ihrer Verantwortung trage. Dies gelang ihr, mit sichtbare Mühe und Hilfe der Gruppe. In späteren Sitzungen berichtete Frau Schönfelder, wie sehr es sie berührt hatte, mein Vertrauen in ihren Fähigkeiten so eindeutig, in Form des Gewichts meines Körpers, zu spüren. Bis dahin war sie Doppelbotschaften: "Du musst die Beste sein, aber Du wirst es nicht schaffen!" gewohnt. Dass ich Angst und Ärger sowie die ausgelieferte Geste des Fallens zugelassen, und dennoch meine Autorität nicht eingebüßt hatte, überraschte sie. Ihr vertrautes Motto: "Wer Gefühle zeigt ist schwach, wer sie niederhalten kann ist stark" wurde in Frage stellt, durch dem Motto: "Stark genug um schwach zu sein". Des Weiteren empfand sie eine hohe Achtung davor, dass ich bereit war Angst auszuhalten, damit sie ihre Kraft auf die Probe stellen konnte. Mein Opfer gab ihr das Gefühl, geachtet zu sein. Owen Renik (1999) stellt die Behauptung auf, dass die methodische Illusion des objektiven Therapeuten den unbewussten Zweck diente, die Idealisierung des Therapeuten zu kultivieren, da er nie seine menschlichen Regungen und Mängel preisgab. Nach Renik hindert die Idealisierung die Autonomieentwicklung und zementiert den Patienten in einer ewig minderwertigen Position. "Wenn er (der Therapeut) jedoch die Verantwortung für seine eigene psychische Realität übernimmt, lädt er den Patienten ein - und gibt ihm Gelegenheit -, das gleiche zu tun."(S. 945) In meiner Ausbildung wurde vermittelt, die Teilnahme der Tanztherapeutin an Übungen sei nicht ausgeschlossen, aber es bestand das unausgesprochene Gesetz, dass die Therapeutin stets die fürsorgliche oder starke Rolle innehaben sollte. Dies war eine nicht minder Autonomie-hemmende Illusion als die Chirurgen/Spiegel Haltung der klassischen Freudianer. Jede therapeutische Methodik erfordert eine kritische Differenzierung von Macht und Verantwortung. Frau Schönfelder brachte Machtkämpfe schnell zum Tragen. Daher war es stets notwendig die Rahmenbedingungen meiner ästhetischen Beteiligung abzustecken, um eine gegenseitige Grenzüberschreitung zu verhindern. Frau Schönfelder lernte, dass Macht nicht an bestimmte Bewegungsqualitäten gebunden ist, sondern durch ein Spiel mit Gegensätzen in einer Beziehung sich ereignet. Allmählich konnte sie ihre passiv-aggressive Anteile erkennen und (wo der Ruf als Heilige doch nun ruiniert war) die konstruktive aktive Aggression für sich in Anspruch nehmen. Ästhetisches Antworten als Reflexion: Durch ihr Jahrelanger Stau von Affekten und die Heftigkeit der Gefühle, die es zu verdauen gab in ihrer Geschichte, war es nicht überraschend das Frau Schönfelder Gebrauch machte von der projektiven Identifikation: Sie induzierte ihre Gefühle im Gegenüber, um ihn zu kontrollieren, um sich vor ihren Gefühlen zu bewahren, und um zu sehen wie ein anderer damit fertig wird, im Sinne vom Lernen am Modell. Besonders ihr Gefühl des Heimwehs legte mich lahm. Ich musste an meinen Vater denken, der von Deutschland nach Kanada ausgewandert war und bis zu seinem Tod sein Heimweh nie überwand, und war so hilflos wie Frau Schönfelder selbst. Sie fühlte sich durch meinen Gefühlsausdruck verstanden, aber es brachte uns in diesem Fall nicht weiter. Eines Abends nach einer "Heimwehsitzung" ging ich in den Keller, um Kartoffeln zu holen. Ich fand eine ausgetriebene Kartoffel und bei dem Anblick der zarten, bleichen "Arme" dachte ich an Frau Schönfelder. Der amorphe Kartoffelkörper erinnerte mich an meinen Vater, der "Couchpotato". Am nächsten Tag nahm ich mir die Kartoffel vor, statt ein Protokoll zu schreiben. Es bildete sich ein Gedicht: Heimweh Wurzeln schlägt sie nicht Das Bemühen um die richtige Form und den richtigen Inhalt des Gedichtes brachte mich zu einem erhöhten Verständnis der Problematik des Heimwehs, und zeigte Lösungsmöglichkeiten auf. Weymann stellt das Phänomen des Empfangens - "Es kommt aus mir heraus"- bei der Improvisation, gegenüber dem Phänomen des Erarbeitens - die zwingende Notwendigkeit zu verstehen um zu gestalten - bei dem Werk. Letzteres ist der Wirkfaktor, welches künstlerische Schaffen eignet zur Verwendung für die Reflexion von therapeutischen Phänomenen und Prozessen. Es wäre reizvoll zu prüfen, ob ästhetisches Antworten ökonomisch gesehen eine angemessene Alternative zu bisherigen Formen der Qualitätssicherung in der Psychotherapie werden könnte. In diesem Fall verriet ich Frau Schönfelder nichts von dem Gedicht. Es war mehr für mich gedacht, um meine Lähmung, die durch Frau Schönfelder induziert aber durch eigene biographische Erfahrungen zugespitzt wurde, zu überwinden. In der Sitzung darauf reflektierten wir lediglich über das Bild der Kartoffel, Einbildung und Wurzeln. Das heimelige Gefühl, wonach Frau Schönfelder sich sehnte, existierte in Wirklichkeit gar nicht bei ihr zuhause. Sie musste darüber Trauerarbeit leisten und sich aktivieren, etwas selbst dafür zu tun, für die zukünftigen Jahre. Wir klärten, unter welchen Bedingungen die Klinik weniger wie ein Keller als ein Treibhaus von ihr erlebt werden könnte. Dann war es ihre Aufgabe, Wurzeln auszustrecken und die Nahrung die zur Verfügung stand anzunehmen. Aesthetisches Antworten intensiviert das Empfinden: Lieder waren der Königsweg zu den verschütteten Ressourcen in der Therapie von Frau Schönfelder. Dies hatte mindestens zwei Gründe: Erstens, die bedrohliche Wirkung von körperliche Interaktionen auf sie, dass ihnen ihre Heilsamkeit raubte und Alternativen erforderlich machte. Zweitens, die Wichtigkeit vom akustischem Raum in ihrem Trauma (Schweigen). Shaun McNiff beschrieb die therapeutische Aufgabe in den künstlerischen Therapien als das Öffnen der Tür zu den kreativen Ressourcen, und dann das Beiseite-Treten um den "Spielraum" des Patienten nicht durch eigene Impulse, Bedürfnisse, Konflikte usw. zu behindern. Mir fehlt in diesem Modell der Blick für das konstruktive Potential in den Impulsen des Therapeuten als "Mitspieler". Frau Schönfelder hatte kein Lied in der Gestaltung vorgesehen. Doch gerade diese kleine "Showeinlage" entsprach einer "Verdichtung komplexer Zusammenhänge auf das wesentliche", um mit Weymann zu sprechen, und öffnete die Schleusen der Affektwelt. Aesthetic responsibility (Levin,1999) - ästhetische Verantwortlichkeit - betrifft die Fähigkeit, das angemessene Medium für künstlerisch-therapeutisches Arbeiten auszuwählen. In diesem Fall wechselte ich scheinbar aus physikalischer Notwendigkeit das Medium von Tanz zu Gesang. Doch diese Verantwortung ist nicht ausschließlich eine kognitive Leistung, sondern zudem eine Form des Einstimmens und Empathie: "Ästhetische Resonanz ist das unmittelbare Engagiertsein in den Bildern der Seele und lässt sich davon leiten. Insofern geht diese Resonanz der Reflektion vorweg." (McNiff 1992, S.77) Dass meiner Frustration in der Gestaltung das der Schönfelders entsprach, wurde mir erst im Nachhinein klar. Meine Antwort, das Lied, entsprach die symbiotische Verfolgung der Eltern, doch es hatte noch etwas, was Frau Schönfelder ermöglichte ihre Affekte zu mobilisieren, sich abzugrenzen und zu behaupten. Was war dieses etwas? Ich glaube es lag in der Verdichtung, der erhöhten emotionalen Intensität, die der darstellenden Kunst zu Eigen ist, die selbst taub-gewordenen Empfindungen zu wecken vermag. Es lag jedoch auch in der Sprengkraft der Kunst, festgefahrene, unbefriedigende Muster zu durchbrechen. Ästhetisches Antworten überbrückt Abgründe und ermöglicht Nähe auf sichere Distanz: Die oben erzählte Entdeckung der Empfänglichkeit von Frau Schönfelder für das Medium des Liedes sollte eines Tages von entscheidender Bedeutung sein. Um die Kluft zwischen sich und anderen Menschen zu überwinden und ihr Vermögen, Affekte in gesprochene Worte zu fassen wieder zu gewinnen, benötigte sie den Zwischenschritt der gesungenen und geschriebenen Worte. Die Affektarmut von Frau Schönfelder und ihre Unfähigkeit/Unwillen über ihre Probleme in den verbalen Therapien zu sprechen, provozierte das Team, insbesondere die Chefärztin, die die analytische Gruppentherapie leitete. Die Chefin kam zu der Überzeugung, Frau Schönfelder wurde nicht daran gehindert über den Missbrauch zu sprechen, sondern sie sei sicher selbst nicht dazu bereit gewesen. Ihr Misstrauen sei hysterisch aufgebauscht, um ein Bemühen um ihre Person auszulösen. Die Einsicht in ihr Fehlverhalten sei nicht glaubhaft. Als Bezugstherapeutin erhielt ich den Auftrag, Frau Schönfelder mit dieser Deutung zu konfrontieren, und darauf zu bestehen, dass sie ab sofort in den Therapien mitarbeite. Diese Situation war entsetzlich für mich, da ich Frau Schönfelder anders erlebte, doch mir wurde vorgeworfen, mit der Patientin zu agieren und zu spalten, wenn ich den Auftrag nicht annehmen wollte. Ich erfüllte meinen Auftrag, mit dem Effekt dass Frau Schönfelder zum ersten mal seit Monaten zurückfiel in ihre Nahrungsmittelverweigerung. Darüber hinaus schwieg sie in den verbalen Therapien, und zum ersten Mal verweigerte sie sich in der Tanztherapie. Als ihr Gewicht auf ein lebensbedrohliches Niveau herabsank, bestanden ich und die betreuende Ärztin auf der Meinung, Frau Schönfelder habe eine Retraumatisierung durch das Team erlebt. Es sei zwar notwendig ihre aggressiven Anteile anzusprechen, aber auf eine Weise, die sie konstruktiv nutzen könne. Es galt die Beziehung wieder herzustellen, im Wettlauf mit dem "Suizid auf Raten" - der Magersucht.
Am nächsten Tag lag folgender, poetischer Brief in meinem Fach:
21.10. Es tut so weh. Es tut so unendlich weh. Innerlich sterbe ich. Stück für Stück; Tag für Tag; Was ist besser auszuhalten: Wenn der Körper stirbt oder Es ist für mich unbegreiflich, aber da sitzt eine erwachsene Ich möchte ihr so vieles sagen. Ich möchte ihr so gerne Ich will es. Ich will es. Ich will es doch so sehr Also muß ich wohl sterben. - Ich will aber beides nicht! - Also kämpfe ich weiter. Liebe Frau Eberhard, Michelle Schönfelder
Frau Schönfelder brachte zur nächsten Sitzung eine CD von "Sixpence none the richer" mit, da sie mir ihre Stimme nicht zumuten, eine Botschaft jedoch mitteilen wollte.
Nach drei weitere Monate harter Arbeit erhielt ich folgender Brief:
21.01. Liebe Frau Eberhard, wenn ich ganz ehrlich bin, dann würde ich lieber zwei Stunden, vor Ihren Augen rhythmische Übungen machen, als diese schwere Frage zu beantworten "Wer bin ich?". Ich wollte Ihnen spätestens heute eine Antwort auf diese Frage geben, aber das ist gar nicht so einfach! Jetzt am Wochenende möchte ich mir in Ruhe darüber Gedanken machen.
Im Gegenzug habe ich eine Bitte an Sie. Sie haben mich so oft gefragt, was mir gut tun könnte. Ich wusste es leider nie. Jetzt weiß ich es aber. Ich wünsche Ihnen ein Michelle Schönfelder
Die Patientin vertraute auf die ästhetische Antwort als akkurate Quelle einer Rückmeldung im Sinne Saint-Exuperys, der dichtete: "Man sieht nur mit dem Herzen gut." Meine Antwort war das Lied "Trust Somebody" von Sara K., das ich ihr zur Abschiedssitzung vortrug. Die Worte "Bei Licht" im Refrain haben einen Sinn, den der Leser nicht ohne weiteres entschlüsseln kann: Frau Schönfelder konnte sich lange Zeit nur im dunkeln Duschen, da sie den Anblick ihres Körpers nicht ertrug.
Ihrerseits brachte Frau Schönfelder als Abschiedsgeschenk eine selbstgebrannte CD zur Sitzung, mit den Liedern, die sie während ihres Aufenthaltes in der Klinik begleitet hatten, beginnend mit "The Rock". Leider entbehrt ein schriftlicher Beitrag die Vermittlung der Vortragsweise der Lieder. Dies ist ein entscheidender Mangel, weil die besondere Potenz der ästhetischen Antwort in dem strukturierten Angebot der Emotionalität der Therapeutin liegt. Neuere Hirnforschung zeigt, dass das Gedächtnis sich an emotional geladenen Eindrücken orientiert, und diese am schnellsten und nachhaltigsten speichern kann. Untersuchungen über die korrigierende Wirkung von therapeutischen Beziehungserfahrungen belegen, dass diese nur eintritt, wenn die Interaktion von allen Beteiligten emotional gespeist wird. (Krause, 2000) Die klare Begrenzung des Werkes ermöglicht es Therapeutin und Patientin sich auf einen affektiven Austausch ein zu lassen, mit gute Chancen diese beherrschen und reflektieren zu können. Dies steht im Gegensatz zum unstrukturierten, unreflektierten Ausagieren von Affektivität, im Dienste der Abwehr von Konflikte oder Ängste. Wertschätzung und der konstruktive Umgang mit den eigenen Affekten sind weitere Beispiele von Eindrücken, die bei der ästhetischen Antwort vermittelt werden. Das Werk selbst kann als ein Souvenir einer gelungenen Beziehungserfahrung bzw. einer Erfahrung des eigenen Selbst als fähiger, erwünschter Beziehungspartner dienen. Frau Schönfelder hatte sich in den Reaktionen eines Gegenübers wiedergefunden. Sie konnte am Ende der Therapie ihre Krankheit besiegen, konstruktiven Einfluss auf ihr Familienleben nehmen und ihre Zukunft in Angriff nehmen.
Schlussgedanken: Ich habe versucht einen ersten Eindruck in dieser Technik zu vermitteln und Implikationen zur erläutern. Mein Anliegen ist es, kunstimmanente Vorgehensweisen zu entwickeln, die bei der Intervention, Reflexion und vielleicht sogar auch der Forschung, dem Medium der Kunst gerecht werden. Weniger haben mich an dieser Stelle die Grenzen, Gefahren und Nachteile der ästhetischen Antwort beschäftigt, die zweifellos zu reflektieren und berücksichtigen wären.
Literatur: Benjamin J (2000) Entwurf zur Intersubjektivität. http://user.fachdid.fu-berlin.de/Krieg/Benjamin/Phantasie/Volltext/intersubjektivitaet.html Benjamin J (1996) Phantasie und Geschlecht. Psychoanalytische Studien über Idealisierung, Anerkennung und Differenz. Fischer, Frankfurt/Main Henrich D (2000) Subjektivität und Intersubjektivität. http://www.cschrimpf.de/dhen/inter.htm Knill P, Barba H, Fuchs M (1995) Minstrels of Soul: Intermodal Expressive Therapy. Palmerston, Toronto Knill P (1999) Soul Nourishment, or the Intermodal Language of the Imagination. In: Levin S & Levine E (Hrsg.) Foundations of Expressive Arts Therapy. Jessica Kingsley, London Körner J (2001) Intersubjektivität. Persönliche Notizen über den Vortrag zu den Lindauer Psychotherapiewochen 2001 Krause R und andere (2000) Vorträge mit Diskussion zum Tagesthema: Interaktion und Emotion. 50. Lindauer Psychotherapiewochen Mc Niff S (1992) Art as Medicine. Shambhala, Boston Ogden T (1988) Die projektive Identifikation. In Forum der Psychoanalyse 4: 1-21 Paniagua C (1999) Das Konzept der Intersubjektivität - einige kritische Bemerkungen. Psyche 9/10 Klett-Cotta, Stuttgart Renik O (1999) Das Ideal des anonymen Analytikers und das Problem der Selbstenthüllung. Psyche 9/10 Klett-Cotta, Stuttgart Wellendorf E (1990) Die inneren Bilder des Therapeuten und ihre Bedeutung für die Therapie, Synchrones Geschehen in der Therapie. In: Petersen, P (Hrsg.) Ansätze kunsttherapeutischer Forschung. Springer, Berlin
Übersetzung der Liedtexte von M. Eberhard
Ein Vortrag von Marianne Eberhard-Kaechele, Wissenschaftliche Leiterin des Langen Instituts
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